Häufige Fragen

Diese Unterseite soll eine Liste aller Fragen werden, die wir uns selbst bei der Studienwahl gestellt haben (und zu denen wir vielleicht nur unzureichend etwas auf der Studiengangsseite der Universität erfahren haben).

Das Beste: Wir beantworten sie auch (nach und nach)! Natürlich muss jedem und jeder klar sein, dass dies trotz angestrebter Objektivität noch immer Antworten sind, die nicht “die” Wahrheit verkörpern, sodass es passieren kann, dass man selbst alles aus einer anderen Sichtweise heraus sieht.

Was mache ich eigentlich als Uwi ?

Ich studiere Jura und werde Jurist, studiere Medizin und werde Ärztin, ich studiere UWi uuuund … arbeite in einer NGO, in einer CSR-Abteilung (Unternehmensverantwortung und Umweltmanagement in Unternehmen), werde JournalistIn/PublizistIn, forsche in der nachhaltigen Chemie, setzte mich in der Politik ein (ReferentIn für Umwelt- oder Nachhaltigkeitsfragen), werde ExpertIn in der Verwaltung, berate freiberuflich Kommunen etc. Die Liste ließe sich fortsetzen. Unsere interdisziplinäre Ausbildung, ergänzt durch den passenden Minor öffnet Türen. Der Schutz der Umwelt wird immer bedeutender, tausende Arbeitsplätze entstehen jährlich. Unsere breiten Kompetenzen sind gefragt.

Inwiefern kann ich mich denn fachlich spezialisieren, was ist besser ?

Was für einen Unterschied macht der Leuphana Bachelor ?

Was „bringt“ einem das Leuphana Semester ?

Manchmal wird herumgemeckert, dass das erste Semester unnötig und reine Zeitverschwendung sei. Dazu: Ja, das erste Semester “verhindert” Credit Points in fachspezifischen Veranstaltungen. Aber gerade für die Uwis hält sich das extrem in Grenzen. Denn Statistik brauchen wir für das höhere Semester, das Modul “Wissenschaft trägt Verantwortung” beschäftigt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und daher belegen es die Uwis normaler Weise sehr gerne. Bei Mathe lernt man was fürs Leben (Wie funktioniert GPS, warum erkennt meine CD die Daten trotz Kratzer, was steckt hinter dem Barcode auf Produkten) und im Geschichtsmodul lernt man manchmal Dinge, von denen man gar nicht wusste, dass sie einen interessieren (zudem erhält man im Tutorium die Skills für das Verfassen von Hausarbeiten). Innerhalb des ersten Semesters habt Ihr ja auch noch Einführungs- und Methodenveranstaltungen nur für Uwis. Außerdem dient die Anfangszeit dazu, FreundInnen kennenzulernen, in Hochschulinitiativen hineinzuschnuppern und Lüneburg ausgiebig zu erkunden.

Gibt es Tipps zur Bewerbung ?

Bei den Info-Veranstaltungen ist das die häufigste Frage. Wenn ihr ein gutes Abi habt, muss Euch das nicht interessieren, die 20% der Besten werden (zusammen mit den Härtefällen) schon so angenommen. Die anderen müssen sich im August mit einem Test auseinandersetzen, wofür Zeitungslesen und Sprachgefühl ausreichen müsste. Dann kommt das Zulassungsgespräch, in dem ihr ein Kurzreferat mit dem Thema eurer Wahl präsentiert und Fragen zu eurer Studienmotivation (Warum Du ? Warum Lüneburg ? Warum Umweltwissenschaften?) beantwortet. Ihr müsst weder alles zu Naturschutz und Nachhaltigkeit wissen, noch in Anzug und Kostüm erscheinen. Wichtig ist ein gutes Allgemeinwissen, sicheres Auftreten, die Fähigkeit zur Reflexion (von Meinungen, gefühlten Wahrheiten, tagespolitischen Themen…) und die tiefe Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen, Vorstellungen und Fähigkeiten.

Wie sieht es mit Partneruniversitäten im Ausland aus?

Das Erasmus-Angebot ist für Uwis sehr gut ausgebaut. Wenn du z.B. im 5. Semester ins Ausland möchtest stehen dir viele Möglichkeiten offen. Uwis gehen sehr gerne nach Skandinavien und in nahe gelegene Länder wie Spanien, Frankreich oder Ungarn, du kannst aber auch nach Südamerika (mit anderen Austauschprogrammen als Erasmus).

Wie kommt der Leuphana Bachelor Abschluss an ?

Schwer zu sagen. Unser Abschluss ist nicht klassisch und du wirst mit ihm auf fragende Gesichter stoßen und erst einmal viel erklären müssen. Wir hoffen, dass potentielle ArbeitgeberInnen die Chancen dieses Studienmodells erkennen. Je länger es den Abschluss gibt, desto bekannter ist er auch in der Region und desto leichter fällt es zukünftigen AbsolventInnen.

Haben wir “gute” Professoren ? Wie ist der Kontakt zu Ihnen ?

Ist der Studiengang ziemlich stressig/schwierig ?

Nein. Manche haben schon Probleme mit Chemie und Mathematik, generell sind aber alle Module mit einem vernünftigen Maß an Eigenstudium zu bewältigen und es werden viele Zusatzangebote wie Tutorien gemacht.. Unsere Notendurchschnitte liegen meist in der oberen Hälfte der Notenskala.

Wie gut ist das Zwischenmenschliche bei den Uwis ?

Wir schätzen die gute Atmosphäre sehr. Es gibt kaum Konkurrenzkampf oder Rivalitäten und die FGV bemüht sich für guten Austausch zu sorgen. Wir Uwis sind auch überdurchschnittlich viel an der Uni in verschiedensten Initiativen engagiert und haben seit Jahren immer die höchste Wahlbeteiligung bei den Hochschulwahlen.

Was für ein Standing haben die Uwis an der Leuphana ?

Yeah, Uwiiiiiiii ist das schön ! Unter den Studierenden werden wir manchmal als kritische Stimme gesehen, mit einem schönen Gruppenzusammenhalt, gegen das typische Hippieklischee wehrt man sich am besten mit sehr viel Humor. Die Fakultät Nachhaltigkeit hat auf jeden Fall (auch im Leuphana-Semester) einen hohen Stellenwert und sahnt im Verhältnis auch überdurchschnittlich hohe Drittmittel ab.

Wie gut ist die Mensa ?

Beim Geschmack hört es auf mit der Objetivität. Die Mensa (Mensaplan hier) hat in der Vorlesungszeit meist drei Gerichte (ca. 2 €) und Salatbar. Dazu auch eine extra BioMensa, in der zusätzlich täglich ein vegetarisches/veganes Gericht auf Euch wartet! Ab und zu gibt es Spezialwochen. Die Wartezeit existiert nicht oder hält sich in Grenzen, die Räume sind hell und freundlich. Die Mensa ist mittags von 11:15 Uhr bis 14:14 Uhr geöffnet. Die Abendmensa für den kleinen Hunger ist bis 19 Uhr geöffnet. Sämtliche Zeiten gelten nur für die Werktage, am Wochenende ist die Mensa (leider) geschlossen. Außerhalb der Vorlesungszeit wird der Service eingeschränkt. Weniger Essensauswahl und nur noch eine Essensausgabe trüben das Vergnügen. Alternativ auf dem  Campus ist das Cafe 9 mit täglicher Pasta und einem Hauptgericht, allerdings teurer. Außerdem gibt es noch das unglaublich gemütliche PlanB im 1. Stock des Gebäude 9. Das studentisch organisierte Café lockt mit entspannter Atmosphäre, Sofas und Kaffee, viel zu Essen gibt es hier aber meistens nicht.

Was hat es mit diesem Audimax auf sich, was merken wir von der Baustelle ?

Das Audimax wird ein großes modernes Gebäude, an dem seit einigen Jahren gebaut wird. Die Uwi-Institute liegen etwas weiter weg. Je nachdem in welchen Räumen (z.B. Gebäude 16 auf dem Hauptcampus) Du in anderen Seminaren bist, kann es bei offenem Fenster durchaus mal etwas Baulärm hinüberschallen, die meisten stört es aber nicht. Für uns ist vor allem spannend zu beobachten, wie das Gebäude (auch Liebeskindbau oder schlicht Neubau genannt) immer weiter in die Höhe wächst und den Biotopgarten immer mehr überschattet.

Ein ziemliches Tohuwabohu über die Uni-Leitung um Herrn Spoon und Keller, wie steht die Fakultät Nachhaltigkeit zu diesem Thema und beeinflusst das unser Studium ?

Die beiden sind nun für weitere 8 Jahre gewählt. Die Fachschaftsgruppenvertretung enthält sich hier einer einheitlichen Meinung. Wer nicht hochschulpolitisch interessiert ist, dem wird das wohl ziemlich egal sein.

Wie sieht es mit der Wohnsituation in Lüneburg aus ?

Leichte Entspannungen nach Doppeljahrgang sind vorherzusehen, besonders Privat-WGs sind relativ günstig. Niemand schläft unter der Brücke. In Uwi-internen Mailingslisten wird auch regelmäßig Wohnraum angeboten, generell findet jedeR etwas passendes.

Was geht abends in Lüneburg ?

Man munkelt Lüneburg wartet mit der zweithöchsten Kneipendichte (pro Einwohner) in Europa auf. Wer auf Bars und Chillen steht, findet hier wohl immer etwas. Zahlreiche Uni- und WG-Partys warten darauf, entdeckt zu werden. Da wir die Kuwis aus Hamburg anziehen gibt es ein überdurchschnittlich großes Angebot, allerdings keine Mega-Musikparks oder ähnliches. Für die große Party verschlägt es uns aber auch des Öfteren nach Hamburg.

Wie kann ich mich an der Hochschule engagieren ?

Es gibt zahlreiche politische und nichtpolitische Initiativen, auch außerhalb der Uni (z.B. gerade Dialog N, Greenpeace Regiowährung Lunar oder Grundeinkommen-Initiative). Schau mal dahin: http://www2.leuphana.de/dsi/

Gibt es zum Thema Nachhaltigkeit viele Veranstaltungen außerhalb des Lehrplans ?

Ja und nochmals ja. Z.B. SocialBars, SCHuB, Sustainabiltity Lectures, DialogN und Veranstaltungen von den studentischen Initiativen organisiert, aber das Highlight ist die Konferenzwoche zum nachhaltigen Handeln Ende des Wintersemesters – organisiert von den Erstsemester.

Was gibt es so alles auf dem Hauptcampus ?

Mensa und BioMensa, Volleyball-, Basketballfeld, Fitnessstudio mit Sportprogramm, Bibliothek, Kopiershop, Sparkasse, Mensawiese (im Sommer mit lunatic-Festival), (Penny, Bäcker), Cafe 9, PlanB (studentisches Café), Montags UniKino, 5 Hörsäle, Studentenwohnheime, Lehrgebäude und u.a. alle unsere UWi-Institute, den schönen Biotopgarten… Westlich und östlich grenzt die Uni an lichte Wälder.

Was sollte mich abhalten an der Leuphana Umweltwissenschaften zu studieren ?

Momentan wird das Kursangebot im Zuge der Internationalisierung immer mehr auf Englisch umgestellt. Du solltest dich in dieser Sprache wohl fühlen und sie flüssig beherrschen, um deine Kurse frei wählen zu können und dir nicht die deutschsprachigen Angebote rauspicken zu müssen. Manche Pflichtmodule werden auch nicht mehr auf Deutsch angeboten. Fachbegriffe musst du aber nicht im Voraus beherrschen, die lernst du in den Kursen.

Umweltwissenschaften heißt einen Überblick zu haben und ersetzt z.B. kein ganzes Chemiestudium. Die Fakultät legt viel Wert darauf, die Studierenden inter- und transdisziplinär zu schulen. Das bedeutet, dass wir sowohl zwischen einzelnen Fächern vermitteln können, als auch mit nichtuniversitären Partnern (Bürgermeistereien, Verwaltungen, ManagerInnen, Schulen etc.) zusammenarbeiten können. Im Idealfall werden aus uns Menschen, die Zusammenhänge entdecken, sich schnell in verschiedenste Gebiete einarbeiten können, gute soziale Kompetenzen haben, den Überblick behalten und Realismus bewahren können. Das bedeutet aber auch, dass tiefer gehende Kenntnisse in einzelnen Disziplinen, wie der Ökologie, der Chemie oder dem Umweltrecht, nicht so gut vermittelt werden wie an anderen Unis und manche Arbeitgeber stören sich daran. 

Wenn du keine Backsteinhäuser magst, eintönige Kasernenarchitektur und kleinstädtisches Leben nicht magst, bist du hier auch nicht so gut aufgehoben.